The development of virtPresenter Software has stopped! We are concentrating our resources on Opencast Matterhorn Projekt here you can finde many experiences we made by deveolpint virtPresenter.
Der virtPresenter Videoaufzeichnungsrechner
Einführung
Auch wenn das Grundkonzept des Videoaufzeichnungsrechners relativ simpel ist, stehen dahinter jahrelange Erfahrungen mit der Aufzeichnung von Lehrveranstaltungen. Nach zahlreichen Versuchen, in welchem Videoformat man eine Veranstaltung am besten aufzeichnet, haben wir uns für einen Rechner mit einer Hardware-MPEG2-Karte entschieden.
Vorangehende Versuche mit der Aufzeichnung z.B. auf DV-Kassetten oder im Real-Video-Format waren zu zeitaufwendig, von der Videoqualität zu schlecht oder liefen einfach nicht stabil genug.
MPEG2 erscheint uns derzeit ein guter Kompromiss zwischen Dateigröße und Videoqualität zu sein. Da es für die Kodierung auch noch spezielle und zuverlässige Hardware recht günstig gibt, wird der Rechner bei der Aufzeichnung nicht sonderlich belastet, was die Zuverlässigkeit erhöht.
Die Technik
Videoaufzeichnung
Die Hardwareanforderungen an einen Aufzeichnungsrechner sind nicht sonderlich hoch, man sollte aber darauf achten zuverlässige Technik zu kaufen/nutzen. Im weiteren muss der Rechner mit einer IVTV-kompatiblen MPEG2-Videokarte ausgestattet sein. Wir empfehlen die Hauppauge Win-TV PVR 150.
Wenn die Aufzeichnungen auf dem Aufzeichnungsrechner verbleiben sollen, sollte man eine genügend große Festplatte einbauen. Für eine Sitzung, die man aufzeichnet, sollte man mit ca. 4 GB an Daten rechnen.
Screenrecording
Zum automatischen Screenrecoding sind derzeit 2 Möglichkeiten vorgesehen, die von den Videorekorder-Skripten unterstützt werden. Die Aufzeichnung des VGA-Signals eines angeschlossenen Rechners mit einem Epiphan VGA2USB-Gerät und / oder die Aufzeichnung des Bildschirmes über VNC.
Wie angedeutet sind beide Screenrecording-Varianten auch gemeinsam benutzbar, sogar auf einem Aufzeichnungsrechner. Parallel kann auch die Videoaufzeichnung auf diesem Rechner stattfinden. Man sollte aber besser vorher testen, ob der Aufzeichnungsrechner genügend Rechenkapazität hat.
VGA-Aufzeichnung
Die Vorteile der VGA-Aufzeichnung sind, dass man auf dem Vortragsrechner keine spezielle Software installieren muss und so auch keine Rechenkapazität von dem Rechner für die Aufzeichnung benötigt wird. Im weiteren wird das aufgezeichnet, was auch auf dem Beamer zu sehen ist. Der Vortragende hat als eine recht gute Kontrolle über das was in der Aufzeichnung zu sehen sein wird.
Leider muss man für diese Lösung erst noch die spezielle Hardware anschaffen. Wenn man mehrere Räume ausstatten will sogar mehrfach. Die günstigen Lösungen von VGA2USB die wir getestet haben liefern leider auch nur ein mäßiges Bild in der Aufnahme, da es leider viele Interlaced Artefakte gibt.
Wie gut die Qualität der besseren VGA2USB-geräte ist, können wir zu diesem zeitpunkt noch nicht beurteilen. Es wird aber immer einige Abstriche geben, da es sich hier um eine Analoge Aufzeichnung handelt. Von den technischen Spezikationen sollte es aber auch möglich sein Videos und ähnliches mitzuscheiden.
VNC-Aufzeichnung
Die Vorteile der VNC-Aufzeichnung sind, das keine zusätzlichen Hard- oder Softwarekosten entstehen, da zahlreiche gute VNC-Server als Open Source zur Verfügung stehen. Die Bildqualität der Aufzeichnung ist auch recht gut, da es sich um eine digitale Aufzeichnung handelt. Aber hier gibt es auch schon die erste Einschränkung, da hohe Framerates, wie z.B. in Videos nicht entsprechend erfasst werden können und das Bild dann ruckelt.
Bei der Übertragung kann es auch zu Latenzen oder Aussetzern kommen, ohne das man von aussen etwas merkt.
Weitere Nachteile sind das die Software auf dem Vortrags-PC recht viel Rechenleistung braucht und man auf eine stabile Netzverbindung zum Aufzeichnungsrechner angewiesen ist.
Ein VNC-Server kann im positiven, wie im negativen, in dem was er überträgt eingeschränkt werden. Man kann also bewußt nur gewisse Programme oder Fenster übertragen, wenn man möchte. Leider sieht dann der Vortragende nicht, was wirklich aufgezeichnet wird.
Für die VNC-Aufzeichnung muss der entsprechende Aufzeichnungsrechner nicht in der Nähe des Vortragsrechners stehen. Man kann als auch Zentrale VNC-Rekorder für eine bessere Lastverteilung bei der Aufzeichnung aufbauen.
Betriebsystem
Als Betriebssystem für den Rechner wird Linux eingesetzt. Wir haben uns ursprünglich für die Fedora (Core 6) Distribution entschieden, weil es in verschiedenen Repositories alle von uns benötigten Pakete schon fertig gibt. Die aktuelle Version, von der es auch eine Live DVD gibt, basiert auf Ubuntu 7.10, da dort der Treibersupport inzwischen noch besser ist als bei Fedora. Aber die Skripte sollten (ggf. mit leichten Modifikationen) auch nach wie vor mit Fedora laufen.
Software
Die von uns geschriebene Software, um mit dem Listener zu kommunizieren, besteht aus Shell-Skripten. Unter Linux ist über den IVTV-Treiber die MPEG-Karte sehr einfach zu benutzen, so dass keine aufwendige Software geschrieben werden musste.
Der Videokonvertierungsdienst holt sich das Video vom Aufzeichnungsrechner über FTP ab.

