Die virtPresenter-Software wird von uns nicht mehr aktiv weiterentwickelt! Statt dessen nutzen wir unsere Entwicklungs-Ressourcen für das Opencast Matterhorn Projekt in dem viele Erfahrungen von virtPresenter eingebracht werden.


 

How To

Wie kann man den virtPresenter manuell bedienen

Aufzeichnung

Starten einer Aufzeichnung / Testen ob der Aufzeichnungsrechner funktioniert

Das Protokoll für den Aufzeichnungsrechner läßt sich auch sehr gut manuell ansprechen. Dadurch kann man ggf. eine Aufzeichnung auch manuell starten, falls z.B. kein virtPresenter Listener benötigt wird.

Auf diese Weise läßt sich bei Problemen mit dem Aufzeichnungsrechner auch recht gut prüfen woran es liegt.

Zuersteinmal sollte man eine Shell öffnen bzw. die Eingabeaufforderung unter Windows.

Dann muss Telnet aufgerufen werden. Das ist bei fast allen Betriebssystemen mitgeliefert. Unter Winodws Vista muss es noch aktiviert werden (unter Systemsteuerung -> Programme und Funktionen -> Windowsfunktionen ein- und ausschalten -> Telnet-Client)

Für das folgende Beispiel gehen wir mal davon aus, das der Aufzeichnungsrechner die IP 192.168.0.1 hat, der Benutze Port wie voreingestellt 2222 und das Passwort für den Aufzeichnungsrechner das default eingestellte "secret" ist. Als Aufzeichnungs-ID verwenden wir "demo", was dazu führt, dass das Video "demo.mpg" heißen wird. Ausgaben des Systems haben ein > vorangestellt der Rest sind Benutzereingaben.

telnet 192.268.0.1 2222
> 220 0 Videoserver 0.13 Uni-OS
auth secret
> 200 ok
status
> 202 idle
start demo
> 201 123456 seconds 
stop
> 200 ok
quit
> 221 close

Natürlich können je nach Zustand des Aufzeichnungsrechners andere Statusmeldungen zurückgeliefert werden. Für eine Liste der Möglichen Statusmeldungen sei hier auf das Protokoll des Aufzeichnungsrechners verwiesen.

Hier zu den häufigeren Fehlerquellen:

Antwort auf Status ist "204 interrupted"

Die letzte Aufzeichnung wurde automatisch gestoppt (z.B. weil Festplatte voll, oder Timer abgelaufen). Dann muss noch der "stop"-Befehl gesendet werden bevor wieder aufgezeichnet werden kann. Am Besten sollte man auch noch einmal kontrollieren, ob noch Platz auf der Festplatte ist ("avail")

Antwort auf Start ist "401 ..." und ein mehr oder weniger verständlicher Fehlertext

Leider ist die Fehlermeldung nicht immer verständlich und je nach IVTV und Linux Version kann es auch unterschiedlich sein. Eine häufige Fehlerquelle ist das entweder das falsche device ausgewählt wurde (so funktiniert das Autodetect noch nicht für die PVR-USB2, das manuell eingetragen werden muss), oder das Programm hat (aus welchem Grund auch immer) keine Leserechte auf das Device. Bei fehlenden Leserechten ist der schnellste Weg sich als root auf dem Aufzeichnungsrechner anzumelden (z.B. per SSH) und chmod 777 /dev/video* einzugeben. Dauerhauft sollte man aber schauen, dass die Rechte beim Booten passend gesetzt werden (was eigentlich in /etc/rc.local passieren sollte).

Starten der VNC-Aufzeichnung

Die Vorbereitungen hierfür sind identisch mit denen für die Videoaufzeichnung. Es muss also die Eingabeaufforderung geöffnet sein und Telnet installiert sein. Als Passwörter, IDs und Server setzen wir auch mal die selben voraus.

Dieser Vorgang kann auch mit dem Videoaufzeichnen auf einem Rechner kombiniert werden (einfach nach dem einloggen anfangen). Wenn man es wünscht kann die VNC-Aufzeichnung, aber auch auf einem beliebigen anderen Rechner durchgeführt werden.

Auf dem Rechner von dem der Bildschirm aufgezeichnet werden soll (für das Beispiel 192.168.0.2) muss ein VNC-Client installiert sein. Für Windows empfehlen wir UltraVNC, aber es sollte auch mit anderen VNC-Servern (TightVNC, RealVNC) problemlos laufen. Unter MacOS X ist haben wir leider noch keinen brauchbaren VNC-Server gefunden den wir empfehlen können (der in von MacOS X 10.5 ist von uns noch nicht getestet worden).

Beim VNC-Server muss ein Passwort eingestellt werden. Für dieses Beispiel gehen wir an dieser Stelle von dem Passwort "virtpresenter" aus. Bitte beachten sie auch das ggf. bei der Firewall noch der VNC-Port 5900 freigegeben werden muss.

Bei der Aufzeichnungs-ID "demo" in diesem Beispiel wird die VNC-Aufzeichnung als "demo-vnc.swf" auf dem Aufzeichnungsrechner gespeichert.

telnet 192.268.0.1 2222
> 220 0 Videoserver 0.13 Uni-OS
auth secret
> 200 ok
status
> 202 idle
vncrec demo 192.168.0.2 virtpresenter
> 201 123456 seconds 
stop
> 200 ok
quit
> 221 close

Mögliche Fehler

Leider sind die Fehlermeldungen die von pyVNC2SWF und anderen verwendeten Programmen durchgereicht werden nicht immer gut verständlich. Neben mangeldem Speicherplatz kann es leicht passieren, dass vom Aufzeichnungsrechner keine Verbindung zum VNC-Server aufgebaut werden kann, oder Passwörter einfach falsch sind. Zum testen empfiehlt es sich mit einem normalen VNC-Client ersteinmal den VNC-Server zu testen.

Ein Problem das schnell beim aufsetzen des Aufzeichnungsrechners passieren kann ist, dass man eine falsche Version von "vncpasswd" installiert. Leider gibt es eine ganze Reihe von Version dieses Programmes, die sich nicht gut unterscheiden lassen. Der wichtigste Unterschied ist, dass manche Versionen das Passwort nur aus dem Tastatur-Buffer lesen, weshalb sie sich leider nicht skripten lassen. Am Besten sollte man bei Problemen nachschauen, ob auch die Datei vncpass erstellt wurde und ein Kryptischer String darin steht (nicht den Befehl "cat" dazu verwenden, da auch nicht druckbare Zeichen im VNC-Passwort enthalten sein können).

Ein weiteres Problem tritt gerne nach Aufzeichnungsbeginn auf. Die meisten VNC-Server brechen die Verbindung ab, wenn Änderungen an den Grafikeinstellungen vorgenommen werden. So kann man nach Aufzeichnungsbeginn nicht mehr die Auflösung ändern! Man darf auch nicht den Ausgang des Notebooks umschalten, um das Signal auf den Beamer zu bringen! Man sollte als Prinzipiell die Präsentation komplett vorbereitet haben und das Bils auf dem Beamer sehen, bevor man die Aufzeichnung startet. Dieses Punkt betrifft wie gesagt nicht die Software des virtPresenter, sondern vor allem den VNC-Server. Je nach VNC-Server mag es auch anders funktionieren. Nur bei den von uns gestesteten Versionen hat es sich wie beschrieben verhalten.

VGA-Aufzeichnung starten

Als letztes im Bunde sei noch auf die VGA-Aufzeichnung verwiesen. Eigentlich funktioniert die fast genauso wie die Video-Aufzeichnung. Es muss auch vorher sichergestellt sein, dass die entsprechene epiphan VGA2USB-Hardware mit den entsprechenden Treibern schon installiert ist. Für die Installation des Epiphan Gerätes können wir leider keine Hinweise geben.

telnet 192.268.0.1 2222
> 220 0 Videoserver 0.13 Uni-OS
auth secret
> 200 ok
status
> 202 idle
vgarec demo 
> 201 123456 seconds 
stop
> 200 ok
quit
> 221 close

Erstellt wird die Datei "demo-vga.avi".

Mögliche Fehlerquellen

Neben dem Problem fehlenden Speicherplatzes, ist das häufigste Problem bei dieser Lösung, dass das VGA-Signal VOR dem Beginn der Aufzeichnung am VGA2USB anliegen muss. Es darf nach Aufzeichnungsbeginn auch nicht mehr die Auflösung geändert werden!

Ohne ein anliegendes VGA-Signal kann die Aufzeichnung nicht gestartet werden.